Die begabteste Weberin im Ort. Wir stellen vor: Magdalena, 32 Jahre, aus Concepción Chiquirichapa

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Im Hochland von Guatemala, ca. 30 Minuten mit dem Auto von Quetzaltenago (Xela) entfernt, haben wir Concepción Chiquirichapa erreicht. In einer Höhe von 2.500 Metern ü.N.N. hat uns zunächst ein Drache begrüßt, der über die Dächer des Dorfes flog. Bei den Winden der durch die Gebirge zieht, hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre neuen Drachen auf die Probe zu stellen. Die letzten Meter zum Treffpunkt mussten wir aufgrund von Bauarbeiten zu Fuß erklimmen. Dort angekommen, öffnete man uns die Tür zu einem großen und hellen Haus, in dem wir bereits erwartet wurden. Im diesem Haus haben wir Magdalena und weitere Mitglieder des örtlichen Frauenvereins getroffen.

Einig war man sich darüber, dass Magdalena die begabteste Weberin der Gruppe ist. In ihren Armen trug sie etwas aufgerollten Stoff bei sich. Ausgerollt und aufgespannt konnten wir die ganze Farbenpracht und Handwerkskunst bewundern. Anschließend zeigte sie uns, wie sie den Stoff mit der „Telar de Cintura“ gewebt hat.

Magdalena spricht hauptsächlich „Mam“ – eine der Mayasprachen, welche man in Guatemala oft hören kann. Mit Unterstützung der Gruppe konnten wir uns gemeinsam verständigen und viel über Magdalena erfahren.

Bis vor wenigen Jahren verdiente sie ihr Geld durch den Verkauf von Huipiles. Diese herzustellen und zu verkaufen ist jedoch schwierig. Zudem bekam sie nicht ausreichend Aufträge.

Seit einiger Zeit arbeitet sie im Frauenverein Las Rosas. Dieses bietet ihr ein sicheres und kontinuierliches Einkommen.

Sie webt für ihr Leben gern und sorgt sich neben ihrer Arbeit um ihre Kinder, ihr Haus und um ihren Plantage. Insbesondere das Weben ist für sie ein willkommener Ausgleich zum Alltag. Dabei vergisst sie die Zeit, ihre Sorgen und wird „eins“ mit dem Huipil.

Sie liebt romantische Musik, vor allem die Lieder von „Los Temerarios“ und erinnert sich gern an ihre Kindheit und Jugend zurück.

Zusammen mit vielen Frauen des Dorfes wünscht sie sich mehr Webearbeit, Unterstützung und eine weiterhin faire Bezahlung ihre Stoffe.

Großen Respekt erweisen wir Frauen wie Magdalena, die jeden Tag aufstehen und sich für ihre Kinder und ihre Zukunft einsetzen. Dankbar für den herzlichen Empfang und die guten Gespräche verlassen wir das Dorf wieder.

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