Don Miguel, 50 Jahre, aus Nahualá

Gut drei Stunden Autofahrt sind es ab Guatemala Stadt bis zu Don Miguel in Nahualá.. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit seinem Sohn Rosendo verabredet. Da wir etwas zu früh am vereinbarten Treffpunkt angekommen sind, haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein paar Schritte zu laufen und die schöne Landschaft zu bewundern.

Rosendo hat uns die letzten zehn Minuten mit dem Auto zu Don Miguels Haus geführt. Im Hochland von Guatemala kommt man den Wolken dabei schon mal ziemlich nahe. Geparkt haben wir das Auto an der Straße. Die letzten Meter führte unser Weg uns über einen unbefestigten Pfad weiter den Berg hinauf.

Dort angekommen, erwarteten und bereits Don Miguel, seine Frau, deren Kinder und Enkelkinder. Zudem lebt dort ein Hund, ein Huhn und einige Küken. Wir alle waren sehr neugierig, uns gegenseitig kennenzulernen, und mehr voneinander zu erfahren.

Wir wurden herzlich empfangen. Don Miguel berichtete uns sofort von der Technik „Telar de pie“, mit welcher er bunte und lebendige Stoffe herstellt. Man konnte umgehend erkennen, dass er sich mit seinem Handwerk wunderbar auskennt und total identifizieren kann.

Nach einiger Zeit fragten wir, ob wir ein Foto von ihm machen dürften. Er stimme zu. Und noch bevor wir unsere Kamera aufgebaut hatten, nahm er seine Frau Dona Antonia an die Hand, um sie mit aufs Foto zu nehmen. Auch nach über dreißig Jahren Ehe ist er noch immer stolz auf seine Frau. Antonias Muttersprache ist Kiché. Dies ist eine Maya-Sprache aus Guatemala. Als eingespieltes Team wusste Don Miguel stets, wann er für seine Frau antworten musste. Auf die Frage, welches ihr schönster gemeinsamer Moment war, antworteten beide gemeinsam: ‚Unsere Hochzeit‘.

In den nächsten Jahren möchte Don Miguel gern mehr Stoffe exportieren. Er bat uns euch mitzuteilen, dass er sich herzlich für jeden Kauf bedankt und hofft, dass ihr die Stoffe und die Produkte die daraus gefertigt werden, genau so liebt wie er.

Wir sind sehr dankbar, dass wir ihn und seine Frau zuhause besuchen durften und das wir so herzlich aufgenommen wurden.

Wir wünschen Don Miguel und seiner Frau alles Gute.

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